Street Style

by Redaktion on 24. März 2010

„Heißer Street Style aus Kopenhagen“, Paris oder wahlweise New York wird uns immer wieder in Zeitschriften und Internetforen präsentiert. Da stehen sie dann, die elfenhaften braungebrannten Schönheiten in perfekt durchgestylten Outfits. Und wenn ich perfekt sage, meine ich perfekt. Da passt sogar die unter dem Ärmel blitzende Uhr zum Schal und der Haarspange. Die 12 cm Manolos harmonieren farblich märchenhaft mit der schicken Sonnenbrille. Genauso eine wollte man doch selber schon immer, wo hat diese Pariserin die denn jetzt her?


Manchmal erfährt man woher. Denn dankenswerterweise wird oft die Herkunft der einzelnen Kleidungsstücke unter dem Bild angezeigt. Wenn die Street Style Bilder keine inszenierten Selbstportraits sind, wie es zum Beispiel beim Lookbook von Vogue üblich ist muss man sich doch aber eines fragen: Gehen diese Menschen tatsächlich jeden Tag so auf die Straße? Wie lang bracht man, bis dieser lässig und gleichzeitig perfekt wirkende Street Style sitzt? Wird da wie bei Mutti schon am Abend vorher das nächste Outfit mit der G-Star Jeans rausgelegt? Oder stehen diese Menschen um 5 Uhr morgens auf und trotzen dem Kampf mit dem Kleiderschrank bevor Sie so stylisch das Haus verlassen? Oder, das ist natürlich die schlimmste aller Spekulationen, sind diese Street Style Modelle Beispiele für wahre Modenaturtalente, die uns die eigenen Unfähigkeit vor Augen führen?

Geht man in Hinterdupfing, Oberdupfing oder Schnitzelhausen raus und beobachtet den dortigen Street Style erlebt man natürlich Kreationen einer anderen Dimension. Freimütig werden die behaarten Käsebeine in Jesuslatschen gesteckt, werden pastellige 80er Parka zur Dauerwelle kombiniert und stolz die lilafarbene Plastiktasche präsentiert. Eine Fotostrecke solcher Street Styles wäre doch auch mal was…Auch fürs eigene Selbstbewusstsein ;)

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