Radlerhosen? Louis Vuitton? Wie passt das den zusammen? Gar nicht!

In: Style

11 Mai 2010

Radlerhosen? Jetzt geht mir aber die Hutschnur auf! Leggings, Schulterpolster, sogar Neonfarben haben wir hingenommen oder zumindest toleriert. Aber ich fürchte bei Radlerhosen ist meine persönliche Geschmacksgrenze erreicht.

Foto: iluvrhinestones via Flickr, cc-Lizenz

Foto: iluvrhinestones via Flickr, cc-Lizenz


Wer nicht weiß wovon ich spreche sehe sich zunächst die Bilder der Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 2010 Schau im Paris an. Spätestens beim 10ten Bild tauchen die Radlerhosen zum ersten Mal auf. Anstatt diesen offensichtlichen Ausrutscher des Modemachers generös zu übersehen haben sich die Modemagazine und Bloggerinnen genau diesen Look (und nicht etwa die Riesenafros) zum nachstylen herausgepickt.

Da wird dann in dezentem Schwarz und mit darunter getragener Strumpfhose versucht zu retten was an diesem Look zu retten ist. Und die Mädels schaffen es ja immer, dass ihre Outfits irgendwie gut aussehen. Die Könnerinnen kombinieren die Radlerhosen mit weiten Longshirts und loben die Bequemlichkeit gegenüber einem Minirock. Aber ich frage: Muss das sein? Und vor allem:

Wie ist Louis Vuitton bitte auf diese Idee gekommen? Hat er sich beim durchblättern des Familienfotoalbums gedacht „Ach, guck ma, diese glänzende Latexhaut in Froschgrün, das wär doch was“? Oder hat er etwa die Länge der endlos-Beine seiner Models unterschätzt, wodurch aus schicken Pariser ¾ Leggins peinliche Deutsche Radlerhosen geworden sind?

Ich fürchte es war kein Unfall sondern gewolltes Design. Immerhin hat Louis Vuitton es geschafft die Aufmerksamkeit der Modeszene auf sich zu ziehen und Diskussionen vom Zaun zu brechen. Radlerhosen, ja, nein, vielleicht? Bitte ankreuzen? So wie die „Willst du mit mir gehen“ Zettel gehört auch dieses Kleidungsstück für mich wenn dann in die Grundschule und wird mein Erwachsenenleben hoffentlich nicht weiter beschäftigen.

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