Ohrwärmer als Fashionstatement

In: Trends

12 Dez 2009

Alle Jahre wieder das gleiche Problem: Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken kontinuierlich und auch die wandelnden Silhouetten auf den Straßen sind irgendwann bis zur Unkenntlichkeit in ein nicht mehr identifizierbares Strick-und-Daunen-Etwas eingemummt. Aber wie auch jedes Jahr falle ich als eitle Fashionista meiner Prokrastination respektive „Aufschieberitis“ zum Opfer, sprich, Tag X, an welchem ich aufgrund extremer Frosterscheinungen wohl oder übel doch zu den bisher verschmähten, scheußlichen Kopfbedeckungen greifen werde, wird so lange wie möglich hinausgezögert.

Foto: Violentz via Flickr, cc-Lizenz

Foto: Violentz via Flickr, cc-Lizenz

Und diese peinlichen Mützen mit sukzessivem Wischmoppfrisur-Effekt kommen mir sowieso nicht aufs Häuptchen, eher frieren mir meine blau getünchten Ohren ab! Und eher noch würde ich mir Homer Simpsons Ohren-warm-halte-Erfindung – zwei ofenfrische Hamburgerhälften- auf die Ohren legen! Aber halt, so schlecht ist Homers Konzept eigentlich gar nicht: vielleicht sollte ich diesen wundersamen Ohrwärmern doch einmal eine Chance geben! Einen großen Vorteil haben diese Ohrwärmer ja: allmorgendlich liebevoll gebastelte Frisuren, sei es auch nur einmal die Haare glatt gekämmt zu haben, bleiben unversehens, was bei allen anderen Pendants trotz drei Flaschen Drei-Wetter-Taft leider nicht der Fall ist…

Aber es muss ja auch schließlich einen Grund haben, warum ich meine lieblichen rosa Ohrwärmer aus Grundschulzeiten neulich im Speicher genau neben Diddl-Maus, Scout-Schulranzen und Sponge-Bob-Fahrradhelm fand. Ach ja, genau, irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, dass solch eine Baustelllenlärmschutz-eske, knallrosa Ohrenbedeckung ohne passendem Presslufthammer etwas lachhaft wirkt und mir das ewigliche „Hey Dj, pon de replay“ irgendwann auch auf die Nerven ging… Tja, und heute? Da schauen die Spötter von einst wie „a Schwaiberl, wenn’s blitzt“, wenn die revolutionierten Ohrwärmer auch von Fashiondivas wieder nonchalant auf Deutschlands Straßen getragen werden.

Denn die neonartigen Pastelltöne aus den 80ern wurden als klassisch-dezente Farbtöne wiedergeboren, zottelige Puschel wurden durch Strick oder Fell(imitate) ersetzt – und schon wird aus der ungraziösen Fluglotsen-Klamotte ein stylisches und zugleich Ohren wärmendes Accessoire mit lappländischem Charme, das man auch tragen kann, ohne die Hemmschwelle vorher nach skandinavischer Manier mit etlichen Stamperln Spirituosen überwunden zu haben… Besonders angesagt in diesem Winter sind, passend zu den Stiefeln, Ohrwärmer von Ugg Australia, die mit ihrem kuschelig-warmen Strickdesign sogar Frostbeulen der Superlative vor abfrierenden Ohren schützen. Und sollte jemand heutzutage  wegen seiner Ohrenwärmer noch ausgelacht werden, steht die Retourkutsche praktisch schon parat. Denn wer zuletzt lacht, lacht ja bekanntlich am besten! Und das werden wohl kaum die „Keinohr-Hasen“ in spe sein…

3 Responses to Ohrwärmer als Fashionstatement

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Outfits für Après-Ski | hammer mode!

Dezember 17th, 2009 at 09:15

[...] Layer-Look in mehreren Schichten übereinander. Abgerundet wird das Ganze dann mit süßen Ohrwärmern und einer stylischen, großen Pilotenbrille, die schützt nämlich nicht nur vor UV-Strahlung, [...]

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Kapuze auf und raus! | hammer mode!

Februar 4th, 2010 at 09:02

[...] Öfteren gesehen, besonders beliebt die Version mit Fellbesatz an Daunenmänteln. Nach Leggings, Ohrwärmern und Ugg Boots also ein weiteres Teil im Kanon der warmhaltenden und trotzdem stylischen [...]

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Flauschiger Russland-Export: Pelzmützen | hammer mode!

Februar 9th, 2010 at 08:24

[...] scheint sich nun die Trendwelle der Kopfbedeckungen durchgesetzt zu haben: ob Bommelmützen, Ohrwärmer, Caps oder seit Neuestem die Pelzmützen, die Zeiten, in denen sich Frau der Schönheit zuliebe die [...]

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