Mode- und Lifestyle-Blog
In: Style
6 Aug 2010Ich möchte an dieser Stelle aus aktuellem Anlass eine Lanze – was sage ich, einen Segelmasten für den Marine-Look brechen. Wenn man sich fast täglich mit Mode beschäftigt neigt man dazu Trends oder bestimmte Looks schnell als ausgelutscht und abgetragen abzutun, einfach nur weil man ihnen in den einschlägigen Zeitschriften gar nicht auskommt und schnell unter Reizüberflutung leidet.
Foto: T.Tulic - Fotolia.com
Das passiert zurzeit auch dem sogenannten Marine-Look. Letztes Jahr noch irgendwie Retro-chic möchte man dieses Jahr eigentlich schon gar nichts mehr von Streifen, Kapitänsmützen und blau-weiß Kombis hören. Ja – hören, aber sattgesehen habe zumindest ich mich noch lange nicht am Marine-Look.
Letztes Wochenende war ich auf einer Sommerparty und musste feststellen, wie toll, natürlich und wahnsinnig sommerlich so ein gestreiftes Kleid im Marine-Look in der Gartenlaube gewirkt hat. Viel weniger aufgesetzt als in inszenierten Fotostrecken auf irgendwelchen Jachten an unnahbaren Models.
Der Marine-Look sollte vielleicht auch nicht Marine-Look heißen, sondern sommerlicher Meereslook oder 30°C-Look, oder wie auch immer. Hauptsache man bekommt diese übertriebenen stereotypischen Bilder aus dem Kopf.
Ich spreche von blau-weißen Streifen, hellen Leinenhosen, roten Accessoires, goldenen Knöpfen und für manche auch ein wenig Dekadenz mit Kapitänsmützen – aber bitte nicht alles zusammen. Dann taugt der Look nämlich nur für Kostümpartys oder eben genannte Zeitschriftendoppelseiten. Klar, wenn Diane Krüger im Matrosenanzug aufläuft ist das für ein Foto ganz nett, aber stellt euch jetzt mal vor eure Kollegin kommt morgen so zur Arbeit…
Wer also nach dem Motto weniger ist mehr stylt, der hat (zumindest bei mir) mit dem Marine-Look immer Chancen auf 100 Modepunkte.
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