Der wilde Westen – ist tot!

In: Aktuell

23 Jul 2010

Egal welche der üblichen verdächtigen Zeitschriften man durchblättert, der wilde Westen scheint in der Mode einfach nicht aussterben zu wollen. Jeden Sommer wird der Wild-West-Trend wieder ausgerufen. Aber wenn man mal genauer hinsieht verbergen sich hinter diesen beiden Wörtern die unterschiedlichsten Stile:

Foto: T.Tulic - Fotolia.com

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Da wäre zunächst  der Cowboy – bzw. Cowgirllook, dem ich hier mit meinem Bekenntnis zu Cowboystiefeln ja auch schon gefröhnt habe. Zu den Cowboyklischees gehören außerdem je nachdem, ein ordentlicher Cowboyhut, ein Karohemd und eine Lederweste. Nach Belieben können Lammfellaccessoires, Schnupf- und Kautabak und Grashalme dazu kombiniert werden.

Die femininere Version des wilden Westens sind sommerliche Blumenkleider, die gern mit den erwähnten Cowboystiefeln getragen werden. Auch Rüschen scheinen fester Bestandteil des Frauenbilds im wilden Westen zu sein. Vielleicht wegen den Bardamen in den Filmen…

Jegliche Spielerei von Jeansstoff wird auch gern und oft mit dem Beinamen „der Wilde Westen“ versehen. Zerrissene Jeans, Jeanshemden und Jeanskleider. Ganze Fotostrecken in Denim werden in der Prärie fotografiert.

Nicht mal die Ureinwohner bleiben von der Wild-West-Manie verschont. Weil man schon mal dabei ist werden auch Ethnolooks, Leggings – wie sie die geneigte Fashionista hier findet – und Federschmuck als Look des wilden Westens angepriesen.

Ich muss sagen, mir reichts. Ich habs begriffen. Die unendliche Weite, die Wildheit, die Pferde, die echten Kerle. Ich verstehe das besondere Licht und so weiter. Aber sämtliche Phantasien und Assoziationen sind tausendmal durchgekaut.

Falls der wilde Westen in Fotostrecken allerdings immer noch keine Ende finden sollte, ich hätte da noch eine brillante Idee: Wo der wilde Westen früher war geht es heute auch noch rund. Kalifornien, einst Staat der Goldwäscher ist jetzt der Plastik- und Glamourstaat. Wie wärs mit einer „Der wilde Westen – vorher-nachher Bilderstrecke“?

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