Mode- und Lifestyle-Blog
In: Trends
2 Dez 2009Während einstmals noch ganz langweilig von „Mützen“ oder – dann cooler- von „Caps“ gesprochen wurde, werden „User“ dieser altbackenen Termini heutzutage ganz leicht als Modegreise oder, besser gesagt, als „Non-Fashionistas“ abgestempelt. Heute heißen die Dinger, die eigentlich auch nur denselben Zweck erfüllen wie ihre „uncoolen“ Vorgänger – den Kopf warm zu halten- nämlich „Beanies“. Erste Assoziationen und Verwechslungsgefahr mit Bohneneintopf und Gemüsegarten sind dabei nicht ausgeschlossen und etymologisch gesehen auch nicht ganz unbegründet. Denn beide, sowohl Kopf- als auch Gartenbohne, entstammen dem englischen „Bean“, wobei nur letztere Böhnchen diejenigen sind, die die Tönchen geben. Was bei uns nämlich die „Birne“ als flapsiges Synonym für „Kopf“ ist, ist im angelsächsischen Raum eben die „Bohne“. Und diese Bohne – da sowohl Mann als auch Frau im Normalfall ja nur über eine verfügen – galt es schon von jeher im kalten Winter warm zu halten.
Nur, dass Muttis selbstgestrickte, enganliegende Wollmützen mit Bärchen- oder Schneeflöckchenmotiv von anno dazumal im 21. Jahrhundert durch trendige Grobstrick-Beanies eingetauscht wurden, mit denen man sich guten Gewissens auch einmal außerhalb der Rodelpiste zeigen kann, ohne zum Gespött der Leute zu werden… Ganz im Gegenteil: Beanies peppen jedes Outfit auf und sorgen für das „gewisse Etwas“. Ob schlichter Cardigan, trendy Maxipullis oder sexy Strickkleid – ein Beanie auf dem Kopf bildet das (farbige) i-Tüpfelchen auf jedem Dress, besonders auch aufgrund der variablen Tragweisen: zur Seite geneigt versprüht der neuartige „Bohnen- (bzw. Birnen) Schutz“ etwas französischen Charme, nach hinten getragen wirkt er schön lässig.
Daher sind Beanies auch vom legeren „Layer-Look“ auf keinen Fall mehr wegzudenken, optimalerweise in Kombination mit langem Strickschal und passenden Handschuhen. Hach wie schön, dass inzwischen auch Kopfbedeckungen dem Wandel der Zeit unterliegen und Beanies dank der femininen Modifizierung nun nicht mehr Hip Hoppern, Skatern und Pseudo-Gangstern vorbehalten sind und frau Skateboard oder Dollarzeichen-Goldkette auch gerne gegen eine herkömmliche Handtasche eintauschen kann. Besonders beliebt ist der straßentaugliche und durchaus pfiffige Beanie-Look auch bei Stars: so geht Schauspielerin Kirsten Dunst beispielsweise fast gar nicht mehr ohne dem stylischen Kälteschutz außer Haus. Also Mädels, ran an die Böhnchen, denn einen kühlen Kopf zu bewahren mag zwar oft von Vorteil sein, im kalten Winter aber wohl eher weniger…
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2 Responses to Beanies
Ugg Boots aus Strick | hammer mode!
Dezember 8th, 2009 at 10:48
[...] hinblättern möchte, der beauftrage die Oma eben, anstatt Handschuhen und Wollmützen doch mal Beanies und Ugg Boots zu [...]
Frisch aus der Pferde-Box: Jodhpur-Stiefel | hammer mode!
Dezember 15th, 2009 at 09:43
[...] her und noch kürzlich angeeignetes Halbwissen wurde bereits von neuen Trend-Termini wie „Beanies“, „Ugg Boots“ oder „Boyfriend-Style“ im Kurzzeitgedächtnis überlagert. „Wo kommen diese [...]